Freitauchen in Bergsee

on

Nach Monaten der Vorbereitung ging es endlich zur Sache. Ich wagte meine ersten richtigen Apnoe-Tauchgänge in freier Natur!

Zwar tauche ich seit meiner Kindheit bei jeder Gelegenheit, sobald ich eine Badehose anhabe, aber die österreichischen Bergseen erlauben einen solchen minimalistischen Zugang um diese Jahreszeit nicht. Bis zu acht Grad kalt war das Wasser des Sees, den ich mit meinem Kumpel Flo Deutsch ausgespäht hatte. Mit einer kleinen Boje schwammen wir hinaus, probten unser Rettungsprocedere, dann begannen wir abwechselnd zu tauchen – ohne Flasche, nur mit Atemluft.

Nicht alles verlief nach Plan – Flo hatte Probleme mit dem Druckausgleich, ein Überbleibsel einer hartnäckigen Verkühlung, während ich den Mangel an Erfahrung merkte und zu wenig Blei angelegt hatte. So beschlossen wir, es nicht zu übertreiben. Ich tauchte ein paar mal bis zum Grund in etwas mehr als zehn Metern Tiefe, dabei ließen wir es gut sein. Dank der schlechten Sicht fühlte ich mich unten wie in einer anderen Welt, weit weg von aller Zivilisation. Ein tolles Gefühl!

Wir werden wiederkommen, mit mehr Erfahrung und neuer Motivation.